Johanneskirche Bingen

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Mit neuer Elektrik, einem Lichtkonzept, vergrößertem Chorraum und Glaswand

Umbau macht Kirche fit für modernes Gemeindeleben

(c)hw

Die barrierefreie Eingangsrampe zur Kirche führt an der neuen Toilettenanlage außerhalb des Gotteshauses vorbei. Im Kircheninneren der Binger Johanneskirche sieht man, dass hier noch eine Menge zu tun ist, auch wenn der Umbau jetzt, im Juli 2021, schon über ein halbes Jahr läuft. Die Corona-Pandemie hat einfach enorm dazu beigetragen, dass der Fertigstellungstermin des Kirchenumbaus sich bis ins Jahr 2022 verschiebt. Handwerker konnten, Lockdown-bedingt, Termine nicht halten, Baustoffpreise sind gestiegen, Bauen im Bestand bringt im Vollzug immer wieder neue Herausforderungen ans Tageslicht.

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Gute Aussichten für das Gemeindeleben

Doch trotz dieser Hürden und Schwierigkeiten, die sich im Verlauf der Umbauarbeiten immer wieder für die Gemeinde und das betreuende Architekturbüro Lessing, heute vertreten durch Stefan Paulus, aufbauten, ist die Binger Pfarrerin Tanja Brinkhaus-Bauer guter Dinge, wenn sie mitten in dieser Kirchenbaustelle steht. Denn hinter den aufgerissenen Mauern, den herabhängenden Kabeln und provisorischen Verkleidungen scheint sie schon das Ergebnis des Umbaus zu sehen. Kein Wunder: die Aussichten für das Gemeindeleben, sind dank dieses Umbaus gut. Denn dann soll der Kirchenraum in vielerlei Hinsicht besser für die Bedürfnisse der Gemeinde eingerichtet sein – z. B. die technischen Voraussetzungen für eine multimediale Übertragung der Gottesdienste. Mit der Renovierung werden im wahrsten Sinne des Wortes die richtigen „Strippen“ gezogen, sodass es wesentlich einfacher sein wird, Gottesdienste z. B. ins Internet zu übertragen. Schon vor Beginn der Umbauarbeiten war die Johanneskirchengemeinde auf dem Gebiet der Online-Kirche ganz vorn dabei und hat diese Arbeit auch erfolgreich mit Übertragungen aus dem Gemeindehaus heraus fortgesetzt. Corona hat dann noch einmal gezeigt, wie wichtig es ist, alternative Wege zu den Gemeindegliedern zu finden.

Bessere Voraussetzungen für Kirchencafé und Konzerte

Ein anderes wichtiges Ziel des Kirchenumbaus ist die Möglichkeit, den Kirchenraum mit Hilfe einer zu öffnenden Glaswand zu unterteilen. Der Raum unter der Empore wird zukünftig als kleinerer Raum z. B. für Andachten genutzt werden können. Der kleine und der große Kirchenraum soll auch mit unterschiedlichen Heizkreisläufen ausgestattet werden, sodass für Veranstaltungen im kleinen Rahmen nicht immer die ganze Kirche geheizt werden muss. Zudem eröffnet sich durch die Glaswand die Möglichkeit, die Kirche auch tagsüber partiell zugänglich zu machen. Eine Küchenzeile mit einer Durchreiche zum Kirchenraum sollen bessere Voraussetzungen für ein Kirchencafé nach dem Gottesdienst oder einen Sektempfang nach einem Konzert, einer Trauung oder einer Ausstellungseröffnung schaffen.

Auch die Orgel erhält einen neuen Platz

Die Empore mit ihren zahlreichen, stolpergefährlichen Stufen wird eingeebnet und die Orgel von dem für sie doch recht „ungesunden“ Platz direkt an der Außenwand des Kirchenbaus weiter nach vorne gesetzt. Das ist eine wichtige Maßnahme, um sie langfristig erhalten zu können. Ein neues, modernes Lichtkonzept soll bei Gottesdiensten und Andachten für einen stimmungsvollen Rahmen sorgen und auch die Musiker, die bei Konzerten in dem erweiterten Chorraum mehr Platz finden, in ein besseres Licht setzen.

Mehr Gemeinschaft erleben in dem vergrößerten Chorraum

Besonders freut sich die Pfarrerin darauf, dass es neue, bewegliche Prinzipalien, also Altar, Kanzel und Taufbecken, geben wird. „Wir haben die Vision, dass sich die Gemeinde in dem größeren Chorraum auch um den Altar versammeln und so intensiver Gemeinschaft erleben kann.“ Der alte steinerne Altar und das Taufbecken haben ihren neuen Platz neben der Kirche auf einer Wiese gefunden. Dort hat die Gemeinde in diesem Jahr schon viele schöne Gottesdienste, ja selbst die Konfirmation, gefeiert. Und auch das Gemeindehaus wurde von vielen wieder neu entdeckt. Der dort neu aufgestellte hölzerne Altar wurde von dem Küster mit einem großen, regenbogenbunten Facettenkreuz geschmückt und bietet den stimmungsvollen Rahmen nicht nur für die Gottesdienstübertragungen ins Internet, sondern auch für die regelmäßig jeden Dienstag und Freitag stattfindende Gottkontakt-Andachten. So hat der Umbau der Kirche, so aufwändig er auch von Ehren- wie Hauptamtlichen der Gemeinde betreut werden muss, so manche positive Begleiterscheinung mit sich gebracht. Und die Vorfreude bleibt, wenn das aus der Mitte des 19. Jahrhunderts stammende, schlichte Gebäude der Gemeinde in freundlicheren Farben und stimmungsvoll beleuchtet eine ebenso vertraute wie neue Heimat bieten wird.

Text & Bilder: Hilke Wiegers

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